19. Oktober 2026

Summer School in Italien

Die Summer School in Italien fand vom 24. bis 27. August 2026 in Lucca statt. Trainerinnen und Trainer aus ganz Europa kamen für vier Tage zusammen, um sich beruflich weiterzuentwickeln und sich in einem internationalen Umfeld auszutauschen.

Über das Programm

Für diese Schulung wählten die Peer Educators einen praxisorientierten Lernansatz. Durch die Durchführung, Beobachtung und Diskussion von „Crash Courses“ (CCs) unter realistischen Bedingungen gewannen die Teilnehmenden ein tieferes Verständnis dafür, wie ein CC konkret funktioniert und wie man ihn eigenständig im schulischen Umfeld umsetzt.

Die Veranstaltung umfasste folgende Module:

  • Vorstellung des Netzwerks „Understanding Europe“ (UE). Erläuterung der Struktur von UE, der Verbindung zum EYP (European Youth Parliament) sowie des Zugangs zu und der Nutzung von Ressourcen (Handbücher, Toolbox, digitale Materialien, Mitgliederplattform).
    • Kompetenzen: Orientierung, Kenntnis des Netzwerks, eigenständige Nutzung von Ressourcen.
  • UE-Prinzipien und Einführung in „Crash Courses“. Vermittlung der methodischen und pädagogischen Grundprinzipien von UE sowie eine Einführung in „Crash Courses“ im Allgemeinen – mit besonderem Fokus auf den CC zur EU: Was ist ihr Zweck, wie sind sie strukturiert und wie fügen sie sich in die Arbeit von UE an Schulen ein?
    • Kompetenzen: Verständnis der UE-Methodik, Anwendung der Grundprinzipien, Vertrautheit mit dem CC-Format.
  • „Crash Course“ zur EU – Struktur und Ziele. Die Teilnehmenden führten abwechselnd die drei Workshops des CC zur EU (Geschichte, Institutionen, Kompetenzen) für die Gruppe durch. Auf jede Simulation folgte ein gemeinsames Feedback, sodass die Teilnehmenden sowohl durch das eigene Anleiten als auch durch das Beobachten anderer lernten.
    • Kompetenzen: Präsentieren vor Gruppen, Moderation, Vermittlung von Inhalten, Geben und Empfangen von konstruktivem Feedback.
  • Modul zu Zeit- und Energiemanagement. Wie man die eigene Energie einteilt, die Aufmerksamkeit der Klasse aufrechterhält und den Zeitplan einhält – etwa durch die Steuerung des Tempos, das Erkennen des Energieniveaus der Gruppe und die flexible Anpassung des Plans bei Bedarf
    • Kompetenzen: Zeitmanagement, Anpassungsfähigkeit, Gespür für die Gruppendynamik.
  • Moderation kontroverser Diskussionen (im Rahmen einer Fragerunde). Die Teilnehmenden simulierten eine Fragerunde mit komplexen, sensiblen Themen – basierend auf realistischen Situationen, in denen die Klasse bei der Diskussion über EU-Politik (z. B. Migration, Umweltschutz, Arbeitnehmerschutz) gespaltene Meinungen vertritt. Die Herausforderung besteht darin, die Diskussion zu moderieren und sie innerhalb der vorgegebenen Zeit zu einem Abschluss zu bringen – stets im Einklang mit den Prinzipien von UE.
    • Kompetenzen: Moderation, Unparteilichkeit, Umgang mit sensiblen Themen, Entscheidungsfindung unter Zeitdruck.
  • Nachbesprechung (Debriefing) und Szenario-Management. Wie man eine Einheit nachbespricht und wie man reagiert, wenn im Unterricht etwas nicht nach Plan läuft – Techniken, um mit unerwarteten Situationen umzugehen, die Gruppe wieder einzubinden und Schwierigkeiten in Lerngelegenheiten zu verwandeln.
    • Kompetenzen: Problemlösung, Selbstreflexion, Anpassungsfähigkeit, konstruktives Feedback.
  • Kontakt mit Schulen und organisatorische Abwicklung – Die organisatorische Seite eines „Crash Course“ (CC). Die Teilnehmenden übten das Verfassen von E-Mails an Schulen, lernten den Buchungsprozess für Workshops kennen, erfuhren mehr über die
    administrativen Schritte und erhielten einen Überblick über den gesamten Ablauf – von der Buchung durch eine Schule bis zur Durchführung.

    • Kompetenzen: Schriftliche Kommunikation, Organisation, administrative Verwaltung.
  • Ablaufplan und Materialien für „Crash Courses“. In Dreiergruppen erstellten die Teilnehmenden einen Ablaufplan für einen CC und präsentierten diesen der Gruppe. Zudem gab es einen Überblick über alle weiteren Materialien, die für die Durchführung eines CC benötigt werden, sowie Informationen dazu, wo diese zu finden sind.
    • Kompetenzen: Planung, Teamarbeit, Ressourcenmanagement.
  • Körpersprache (gemeinsam mit dem Bereich „Academic Training“). Eine Einheit zusammen mit dem „Academic Training“-Programm, in der untersucht wurde, wie Körperhaltung, Stimme und Bewegung unsere Außenwirkung beeinflussen und wie man damit eine Gruppe aktiv einbinden kann.
    • Kompetenzen: Selbstwahrnehmung, nonverbale Kommunikation, Präsenz und Souveränität.
  • Abschließende Simulationen: „Crash Courses“ für Teilnehmende anderer Programme.
    Die Teilnehmenden setzen ihr Wissen in die Praxis um, indem sie „Crash Courses“ für Teilnehmende aus anderen Programmbereichen durchführen, die dabei die Rolle
    der Schulklasse übernehmen.

    • Kompetenzen: Eigenständige Durchführung, Unterrichtsgestaltung (Classroom Management), Anwendung der Prinzipien von UE.